http://www.muensterschezeitung.de/lokales/steinfurt/Lokalpolitische-Exkursion Lokalnachrichten aus Steinfurt | zurück Lokalpolitische Exkursion "Wir sind für die Bürger da", so lautete der Slogan von Willi Wobbe bei der Gründung der Freien Wähler 1989. Vorsitzender Reinhard Froning (2.v.l.) zeichnet die Jubilare aus. (Foto: Simone Friedrichs) "Diesem Grundsatz ist Willi bis zu seinem Tod treu geblieben, wir haben seine Arbeit erfolgreich fortgesetzt und blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück." Mit diesen Worten begrüßte Reinhard Froning, Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft Steinfurt (FWS) und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, am Donnerstag zahlreiche Mitglieder zur Mitgliederversammlung im Clubheim des SV Wilmsberg. "Duftmarken" Es folgte eine Exkursion durch die Steinfurter Lokalpolitik, die von den Vertretern der FWS aktiv mit gestaltet wurde. Als einen der Erfolge, die Froning der Wählergemeinschaft zusprach, könne die Abschaffung des Müll-Wiegesystems verzeichnet werden. Auch Projekte wie das Baugebiet Theodor-Fontane-Straße in Borghorst oder die Errichtung einer Senioren-Wohnanlage auf dem Gelände des ehemaligen Parkhotels Osthues in Burgsteinfurt würden von der FWS unterstützt. Der Erweiterung der Feuerwache stehe die FWS ebenfalls positiv gegenüber. Allerdings sei auch auf Grund der städtischen Finanzlage eine Sanierung und Einbindung der Villa Heimann nicht realisierbar. Die sozialgeschichtliche Bedeutung sei zwar groß, aber das Gebäude zu marode. "Da muss eine Gedenktafel ausreichen", so der Konsens des Vorstandes. Mit einer knappen Ausführung zum Schuldenstand des städtischen Haushaltes setzte Froning seinen Vortrag fort. Von der FWS in die Debatte eingebrachte Sparvorschläge seien nicht angenommen worden. "Basta-Politik" Auch gegen die Sportstätten-Nutzungsgebühr hätten die Bürger mit Unterstützung der FWS vergeblich gekämpft, ebenso wie gegen den Campingplatz Sellen. "Diese Basta-Politik hat mit Bürgerbeteiligung nichts zu tun", so Froning. Ebenso ärgere sich die FWS über die Pläne zum Ausbau der Straße Kroosgang in Borghorst. Hier sei der eigentliche Plan - nämlich die simple Erneuerung des Mischwasserkanals mit anschließender Wiederherstellung der Fahrbahn - in einen unnötigen Ausbau "zur Luxus- und Prachtstraße" ausgeufert. Die anteiligen Mehrkosten für die Anlieger beliefen sich nunmehr auf das Doppelte und seien somit eine unerträgliche finanzielle Belastung. Auch bei der Diskussion zur Umbenennung von Stehrsraße, Karl-Wagenfeld-Straße und Castellestraße sei die von der FWS unterstützte Bürgerbeteiligung vom Rat der Stadt mehrheitlich abgelehnt worden. Unsinnige Prüfung Was die "sinnlose Dichtheitsprüfung" betreffe, so hoffe die FWS auf einen Erfolg zum Wohle der Bürger. Reinhard Froning bedankte sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich bei den sachkundigen Bürgern Rita Fischer, Guntram Polster und Kurt Lewandowski, die mit der Bürgerinitiative "Alles dicht in Steinfurt" gegen dieses Gesetz kämpfen. Nach der Ehrung der langjährigen Mitglieder folgten angeregte Diskussionen - bei leckerem Essen. 27.09.2012 Von Simone Friedrichs Copyright © Lensing Medien GmbH & Co. KG